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PEACEMAKER - VORTRAGSREIHE: Ökumene im Glauben - „Glaube braucht Bekenntnis“

 

 
Simon Jacob, Vorsitzender des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland e.V., Journalist und Buchautor, ist Angehöriger einer nahöstlichen Kirche, deren Wurzeln bis zu den Anfängen des Christentums reichen.


Seit Jahren reist er in seiner Funktion als Journalist und Funktionär des Zentralrates in die Gebiete des Kaukasus und Nahen Ostens, wo er auf die Welt kam, um den Spuren seines christlichen Glaubens zu folgen. Wie zu erwarten wurde Simon Jacob mit der schwierigen Situation der Ur – Christen konfrontiert, die sich selber durch ihre Uneinigkeit Extremisten, Autokraten und Populisten mehr oder weniger hilflos ausgeliefert haben.

Die Verquickung zwischen Glaube und politischem Kalkül spielte und spielt dabei immer noch eine gravierende Rolle. Die Zentrifugalkräfte haben die verbliebenen christlichen Gemeinden des Nahens Ostens auseinandergerissen und zum Exodus gezwungen. Das große Ziel ist der Westen, wo sich Gläubige und deren Nachfahren neuen Herausforderungen stellen müssen. Besonders der Transformationsprozess in eine Informationsgesellschaft, von der alle Kirchen betroffen sind, und die klare Komponente, dass Glaube in einer säkularen Welt Privatsache ist, schaffte Konflikte, die teilweise zu weiteren Spaltungen der ohnehin kleinen Gemeinden führten.

Dabei, so Jacob, sollten man den Westen als Chance erkennen.

Der nahöstliche Glaube ist Teil des Christentums und bringt neue Impulse, die auch für die Westkirchen von Bedeutung sind. Die westliche Welt hat den Konsum, in einer neoliberalen Wirtschaftswelt, zur Religion erhoben. Doch der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Daraus resultierend ist es auch die Aufgabe derer, die den Glaube stark spiritualisiert aus ihrer Heimat mitbrachten, den Bürgern, die nach inneren Frieden suchen und dazu auch bereit sind, eben jene Stärken der religiösen Spiritualität als Komponente eines glücklichen Lebens näher zu bringen.

Doch kann dies nur in der Ökumene funktionieren. Denn alleine, jede Kirche für sich, wird es nicht schaffen, eine junge Generation, die mehr mit dem Smartphone und Fake News beschäftigt ist, davon zu überzeugen, dass das Christentum, sofern man bereit dafür ist, Frieden und Barmherzigkeit in unsere Herzen lässt.

In der Vortragsreihe „Ökumene braucht Glauben“ berichtet der Referent über eben jene Notwendigkeit, die Einheit im Glauben zu suchen. Veranschaulicht durch seine zahllosen Reisen und Erfahrungen mit hohen Würdenträgern, Politikern und der Gesellschaften in Europa, im Nahen Osten und im Kaukasus.

 

 

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